Durchführung

26.11. - 27.11.2018 in Bonn

1.590,00 € netto

Leistungsfähige, skalierbare, hochverfügbare, sichere und wirtschaftliche Speicherlösungen

- zweitägige Veranstaltung -

Der Speichermarkt befindet sich im Umbruch: Neue Flash-Speicher bieten bisher unerreichte Leistungsfähigkeit bei stetig sinkenden Investitions- und Betriebskosten. Durch die Virtualisierung von Direct Attached Storage steht mittlerweile eine ausgereifte Technologie zur Verfügung, die zu traditionellen Storage Area Networks konkurrenzfähig ist. Außerdem nimmt die Nutzung von Public-Cloud-Speicher aufgrund verbesserter Sicherheit und optimierter Möglichkeiten zur Anbindung rapide zu.
Im Seminar werden die unterschiedlichen Technologien vorgestellt und, basierend auf einem pragmatischen Best-Practice-Ansatz, Szenarien beschrieben um für jede Organisation das Optimum zu erreichen.

 

Die Planung von Speicherlandschaften basierte lange Zeit auf der zyklischen Erneuerung vorhandener, zentraler Speichersysteme. Dabei wurden Kapazität und Performance so erweitert, dass die Systeme alle Anforderungen der Nutzer bis zur nächsten Erneuerung erfüllen konnten. Dieses Vorgehen ändert sich aktuell radikal:

Die Nutzung von virtualisiertem Direct Attached Storage ermöglicht die bedarfsgerechte Bereitstellung von Massenspeicher auf der Ebene von Virtualisierungsclustern. Eine Vielzahl von Herstellern bietet dafür Produkte an, die sich in Betriebsmodell und den technologischen Details teilweise stark unterscheiden. Anbieter von Virtualisierungslösungen wie VMware mit dem Produkt vSAN oder Microsoft mit Storage Spaces Direct im Hyper-V-Umfeld konkurrieren mit Anbietern wie HPE (VSA) oder Datacore (virtual SAN). Gemeinsam haben alle Lösungen, dass lokale Festplatten zu hochverfügbarem Speicher werden. Ein dediziertes Storage Area Network wird dafür nicht zwangsläufig benötigt. Private Clouds setzen zunehmend auf virtualisierte Scale-Out-Lösungen.

Die Nutzung von Public- oder Hybrid-Cloud-Speicher bietet die Möglichkeit, Speicherplatz kurzfristig bereitzustellen. Die wichtigste Herausforderung dabei ist, Daten sicher in die Cloud zu bringen und dort vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Es gilt, den Zugriff auf die Daten eigenen Mitarbeiter sowie Kooperationspartnern zu ermöglichen, ohne die Sicherheit der Daten zu gefährden. Objektbasierte Zugriffe auf die Daten unter Nutzung von Schnittstellen wie REST oder SOAP sollen möglich sein. Hybride Ansätze unter Nutzung eigener und Cloud-Ressourcen werden immer stärker gefragt. Die unternehmenseigenen Speichersysteme müssen dafür vorbereitet werden.

Besonders leistungshungrige Applikationen oder nicht-virtualisierte Server sind Beispiele für Nutzer, die weiterhin auf zentrale Speichersysteme angewiesen sind. Dafür steht eine große Zahl von Speicher-Technologien mit unterschiedlichsten Anforderungsprofilen bereit, um die optimale Lösung für jede Anwendung zu entwerfen. Bahnbrechende Entwicklungen im Bereich der Festkörperspeicher (z.B. SSD, NVMe) haben dazu geführt, dass die Leistungsfähigkeit von Speichersystemen geradezu explodiert. Aus dieser Veränderung ergeben sich auch Konsequenzen für die Auslegung des zugrundeliegenden Speichernetzes.

Die Abhängigkeit von einzelnen Herstellern wird durch die Abstraktion physisch vorhandener Ressourcen zu Software-Defined-Storage verringert. Dadurch können Speichersysteme unterschiedlicher Leistungsfähigkeit so kombiniert werden, dass Ressourcen optimal genutzt werden. Außerdem werden der automatische Failover und die Migration von Altdaten vereinfacht. Die automatisierte Bereitstellung von Speicherkapazität in einer Cloud-Umgebung ist eine weitere Anwendungsmöglichkeit von Software-Defined-Storage.

Um Datenverlust nach dem Ausfall von einzelnen Systemen oder ganzen Standorten zu verhindern, existieren vielfältige Möglichkeiten zur synchronen und asynchronen Spiegelung. Die technische Realisierung solcher redundanter Systeme wird von vielen Faktoren wie der Entfernung der Standorte, der benötigten Bandbreite oder auch von Sicherheitsaspekten beeinflusst.

Veränderungen bei der zentralen Bereitstellung von Speicherkapazität ergeben sich in vielen Fällen auch durch die Verfügbarkeit einer Vielzahl von Protokollen für den Transport von Daten. Das – weiterhin mit vielen Vorteilen ausgestattete – Fibre Channel Protocol ist schon lange nicht mehr die einzige Möglichkeit beim Aufbau von Speicherlandschaften. Je nach Anforderungsprofil sind auch Protokolle wie iSCSI oder Fibre Channel over Ethernet im Bereich der blockbasierten Übertragung dazu in der Lage, Daten effizient zu übertragen. Werden Daten filebasiert bereitgestellt, bieten SMB und NFS leistungsfähige Alternativen.

Kein Tag vergeht, an dem nicht ein Fall der Kompromittierung von Daten gemeldet wird. Die sichere Datenhaltung wird damit zu einer der Kernaufgaben der IT. Die Kombination von Sicherheitsmechanismen wie Verschlüsselung und Zonierung zu einer robusten Sicherheitsarchitektur für Speicherlösungen ist ein Thema dieses Seminars.

Die zunehmende Komplexität von Speicherlösungen kann nur beherrscht werden, wenn Mechanismen des Managements und der Analyse effizient genutzt werden. Diese Mechanismen sind ebenfalls Gegenstand der Betrachtung.

Während einige Organisationen nach wie vor auf das Medium Band für Datensicherung setzen, verzichtet eine zunehmende Anzahl von Unternehmen auf Bandsicherung und setzt für Backup Festplatten ein. Es gilt, die Voraussetzungen sowie Vor- und Nachteile einer solchen Umstellung zu diskutieren. Ferner die Datensicherung an die zunehmende Virtualisierung und die Veränderungen in der Speicherlandschaft angepasst werden.

Basierend auf Best-Practice-Erfahrungen und einer breiten Marktübersicht gibt das Seminar einen Überblick über etablierte Technologien und aktuelle Entwicklungen auf dem Speichermarkt.

Sie lernen in diesem Seminar

  • Speichertechnologien – Hochleistungs-NVRAM und SSD und moderne HDDs: Lösungen passend für jedes Einsatzgebiet
  • Virtualisierter Direct Attached Storage: Ist eine Effizienzsteigerung bei fallenden Kosten möglich? Werden traditionelle SANs langfristig überflüssig?
  • Speicher in der Cloud: leistungsfähige und sichere Übertragung der Daten, Möglichkeiten zur sicheren Speicherung, Diskussion verschiedener Einsatzszenarien
  • Skalierbarkeit von Speichersystemen: die optimalen Lösungen für Scale-Up- und Scale-Out Ansätze
  • Methoden zur effektiven Datenhaltung im Überblick: Thin Provisioning, Storage Tiering, Kompression, Deduplizierung
  • Hochverfügbarkeit und Ausfallsicherheit: Möglichkeiten und Grenzen bei der (geo-)redundanten Verteilung von Daten
  • Migration: Bewährte Ansätze für die Einführung neuer Server- und Speicherstrukturen, revisionssichere Datenlöschung bei der Ablösung von Speichersystemen
  • Das passende Transportprotokoll für jedes Anwendungsgebiet: Fibre-Channel, Fibre Channel over Ethernet, iSCSI, Network File System und Server Message Block im Vergleich
  • Datensicherheit: Mechanismen zum sicheren Betrieb von Speichernetzen und Network Attached Storage, Verschlüsselte Datenhaltung und -Übertragung
  • Management- und Analysewerkzeuge für Speicherumgebungen
  • Datensicherung: Sicherungsmedien Disk und Tape, Sicherungsverfahren

Zielgruppe

Das Seminar wendet sich an Planer und Betreiber von Speicherlösungen, die einen detaillierten Einblick in aktuelle Speichertechnologien bekommen möchten. Ziel ist es, den Teilnehmern eine Informationsgrundlage zu vermitteln, die es ihnen ermöglicht bestehende Speicherinfrastrukturen zu optimieren und neue Systeme zukunftssicher aufzubauen. Grundlegende Kenntnisse über Speicherlösungen werden dabei vorausgesetzt. Anhand von Praxis-Beispielen aus dem Planungsalltag werden die technischen Details zusammen mit den Erfahrungen der Teilnehmer diskutiert.

Dr. Stefan Muthmann
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Dr. Markus Ermes
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Das sagen unsere Teilnehmer
  • Sehr ausgewogene Mischung aus Management-Überblick und technischem Tiefgang
  • Interessant waren die Berechnungen und Bemerkungen zu Laufzeiten (Latenzen), insbesondere bei synchroner Spiegelung über längere Distanzen
  • Aufgrund unseres aktuellen Projektes war das Kapitel „Ausschreibungen“ besonders interessant
  • Positiv war, dass alle Aspekte rund um Storage behandelt wurden
  • Vortrag von Dr. Moayeri war top. Inhalte waren für mich gut zu wissen
Die Teilnahmegebühr umfasst die folgenden Leistungen:
  • alle Vortragspräsentationen in elektronischer und in Papierform
  • ein Teilnahmezertifikat
  • ein gemeinsames Abendessen am ersten Veranstaltungstag
  • Mittagsmenüs inkl. Getränke an allen Veranstaltungstagen
  • Erfrischungsgetränke und Pausensnacks während der Veranstaltung
Veranstaltungsort und -zeiten:
Hilton Bonn

Beginn am 26.11.2018 um 10:00, an allen Folgetagen um 9:00
Ende am 27.11.2018 um 16:00

Detaillierte Informationen zum Hotel und zur Anreise entnehmen Sie bitte dem jeweiligen Hotel-Link.

Übernachtungsmöglichkeiten:

Während unserer Veranstaltungen stehen Ihnen begrenzte Zimmerkontingente in der Regel bis vier Wochen vor Veranstaltungstermin zu unseren mit dem Hotel vereinbarten Sonderpreisen zur Verfügung (Keine Tiefstpreis-Garantie). Bitte beachten Sie, dass insbesondere bei kurzfristigen Buchungen diese Preise nicht immer gewährt werden können oder das Veranstaltungshotel sogar ausgebucht sein kann. Gerne informieren wir Sie über die aktuellen Konditionen:

Hilton Bonn

vom 25.11. bis 27.11.2018 Übernachtung inkl. Frühstück: 143,00 €/Nacht

Falls die Zimmerbuchung durch uns veranlasst werden soll, vermerken Sie Ihren Zimmerwunsch bitte bei Ihrer Anmeldung. Die Buchung erfolgt dann im Namen und auf Rechnung des jeweiligen Teilnehmers/Auftragsgebers.

Wir empfehlen Ihnen, eine Kreditkarte mit sich zu führen oder dem Hotel die Kostenübernahme durch Ihr Unternehmen im Vorfeld zu bestätigen.

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