Durchführungen

03.04.2019 in Düsseldorf
08.07.2019 in Bonn
28.10.2019 in Bonn

Preis

1.090,00 € netto (eintägig)

RZ-Kopplung: Georedundanz für Rechenzentren

Große Schadensereignisse, Ergebnisse von Audits, erhöhte Verfügbarkeitsanforderungen und regulatorische Vorgaben (KRITIS, BSI, BAFIN etc.) erzwingen Georedundanz für Rechenzentren. Für die Planung der Georedundanz werden besonderes Know-how und eine strategische Herangehensweise benötigt. In diesem Seminar werden die aktuellsten Technologien und Anforderungen im Zusammenhang mit georedundanten Rechenzentren und deren Kopplung vorgestellt und ein optimales Gesamtkonzept beschrieben.



Verschiedene Risiken bedrohen die Verfügbarkeit von Rechenzentren. Große Schadensereignisse führen zur Einsicht, dass ganze Regionen von einem Ausfallszenario betroffen sein können. Auch Situationen, in denen die Auswirkungen eines Ereignisses nicht so katastrophal ausfallen wie zum Beispiel in Reaktorhavarien, können das Geschäft eines Unternehmens wesentlich beeinträchtigen, wenn das Rechenzentrum des Unternehmens davon betroffen ist. Dazu zählen Erdbeben, Flugzeugabstürze, Chemieunfälle, Terroranschläge oder Evakuierungen über mehrere Tage, zum Beispiel wegen einer Fliegerbombenentschärfung.

Deshalb gewinnt die Georedundanz in den Strategien von Unternehmen, Banken, Versicherungen, Behörden und anderen Organisationen eine zunehmende Rolle. Dabei geht es erstrangig darum, dass regionale Großereignisse die Arbeitsfähigkeit einer Organisation nicht wesentlich einschränken dürfen. Einige Unternehmen sind sogar aufgrund gesetzlicher oder anderer regulatorischer Vorschriften zur Schaffung von Georedundanz für ihre Rechenzentren verpflichtet. Diesbezüglich stellen das IT-Sicherheitsgesetz und die damit verbundenen Verordnungen an eine Reihe von Organisationen neue Anforderungen.

Georedundanz bedeutet die Ausweitung des RZ-Verbunds von möglicherweise bisherigen Gebäude- oder Campus-typischen Entfernungen in Dimensionen, die aufgrund physikalischer Gesetze den Betrieb der RZ-Systeme vor neue Herausforderungen stellen. Betragen Signallaufzeiten innerhalb eines Standorts im Mikrosekundenbereich, führt Georedundanz zu Latenzwerten in Höhe von Millisekunden. Diese Erhöhung der Signallaufzeiten um mehrere 10er Potenzen hat Auswirkungen auf die Dauer von Transaktionen. Georedundanz bedeutet, dass Bewegungen von Daten im RZ-Verbund – sei es zwischen Servern oder Speichersystemen – ganz anders geplant werden müssen als an einem einzelnen RZ-Standort. Synchrone Replikationsverfahren stoßen an harte Grenzen physikalischer Gesetze. Asynchrone Verfahren gewinnen je nach Entfernung zwischen den Standorten an Bedeutung.

Auch das Betriebskonzept für das Rechenzentrum wird von der Georedundanz beeinflusst. Mit einem RZ an einem RZ-Standort muss man sich in der Regel keine Gedanken darüber machen, wo genau eine virtuelle Maschine zu einem bestimmten Zeitpunkt läuft. Auch ist es unerheblich, ob eine bestimmte Maßnahme in dem einen oder dem anderen RZ-Schrank durchzuführen ist. Mit Georedundanz und damit verbundenen langen Wegen bekommen solche Fragen im laufenden Betrieb und in Notfällen zentrale Bedeutung. Diese Fragen bestimmen zum Beispiel, ob ein redundanter RZ-Standort als reines Ausweich-RZ betrieben wird, das nur in Notfällen die Funktion des Hauptstandorts übernimmt, oder ob die Rechenzentren im Lastverteilungsmodus betrieben werden.

Die technischen und organisatorischen Herausforderungen der Georedundanz erfordern somit ein interdisziplinäres Herangehen an die Gesamtkonstellation aus Servern, Speichersystemen, Netzverbindungen, Sicherheitskomponenten, Virtualisierungsverfahren und Datensicherung.

Anforderungen und Motivation für Georedundanz 

  • RPO und RTO 
  • Verfügbarkeitsklassen bei Rechenzentren
  • DIN EN 50600
  • BSI-Grundschutzkataloge
  •  BSI-Hinweise zur räumlichen Entfernung von Rechenzentren 

Optische Übertragung: Dark Fiber, CWDM, DWDM 

  • Motivation für optische Übertragung 
  • Dark Fiber: Fasertypen
  •  Multiplextechniken (CWDM, DWDM)
  •  Optische Netze
  •  DWDM-Verschlüsselung

Datenreplikation 

  • Konsistenz, Verfügbarkeit und Toleranz bei Netzunterbrechung: das CAP-Theorem und dessen Bedeutung für die Georedundanz 
  • Synchrone Replikation mittels Spiegelung: Vorteile und Grenzen 
  • Asynchrone Replikation 
  • Varianten der Auslegung redundanter Speichersysteme und ihrer Vernetzung 

Cluster-Mechanismen 

  • High Availability und Fault Tolerance 
  • Nutzung von Virtualisierungstechniken 
  • Server-Cluster und ihre Grenzen 

Georedundante RZ-Netze 

  • Underlay-Design
  •  Out-of-Band-Management
  •  Layer-3- versus Layer-2-Design
  • Designs mit Underlay und Overlays
    – MC-LAG + VLANs
    – SPB
    TRILL
    – MPLS / VPLS
    VXLAN / EVPN
    – Cisco ACI
    – VMware NSX
    – NV-GRE
    – LISP

Georedundante Rechenzentren: Gesamtkonzept, Projektbeispiele 

  • Typische Anforderungen an eine K-Fall-Vorsorge 
  • Typische georedundante RZ-Struktur
  •  Zuordnung von Server-Architekturen zu Verfügbarkeitsklassen
  •  Kategorisierung von Speicherumgebungen
  •  Anforderungen und Service Level Agreements für die RZ-Kopplung
  •  Übertragungsverfahren für RZ-Kopplung 

Zielgruppe
Das Seminar wendet sich an Planer und Betreiber von Rechenzentren, die sich mit der Notwendigkeit konfrontiert sehen, ihre RZ-Infrastrukturen über mehrere Kilometer oder gar die Grenzen von Regionen hinweg zu koppeln. Grundlegende Kenntnisse über LAN- und SAN-Infrastrukturen werden dabei vorausgesetzt. Darauf aufbauend werden aktuelle Anforderungen und Technologien erläutert und in den Gesamtkontext der Georedundanz eingebettet. Anhand von Praxis-Beispielen aus dem Planungsalltag werden die technischen Details zusammen mit den Erfahrungen der Teilnehmer diskutiert. 

 

Dr. Behrooz Moayeri
Dr. Behrooz Moayeri Zur Profilseite »

Das sagen unsere Teilnehmer
  • Guter Vortrag, gute Unterlagen
  • Sehr ausgewogen in Bezug auf kurze Grundlagenvermittlung und darauf aufbauend die zu vermittelnden Themen in den einzelnen Blöcken
  • Das Seminar ist gut aufeinander aufgebaut und gibt einen umfassenden Überblick über die RZ-RZ-Koppelmöglichkeiten
  • Gut strukturiert, lebendig vorgetragen, guter Praxisbezug
  • Sehr gute Aufbereitung und Präsentation
  • Gute thematische Aufbereitung
  • Gute Übersicht aktuell und absehbar verfügbarer Technologien.
  • Von Grundlagen bis zu komplexen Kopplungsmethoden: gut!
Die Teilnahmegebühr umfasst die folgenden Leistungen:
  • alle Vortragspräsentationen in elektronischer und in Papierform
  • ein Teilnahmezertifikat
  • Mittagsmenü inkl. Getränke
  • Erfrischungsgetränke und Pausensnacks während der Veranstaltung

Veranstaltungsorte und -zeiten:
Leonardo Royal Hotel Düsseldorf Königsallee

Beginn am 03.04.2019 um 9:30
Ende am 03.04.2019 um 17:00

Hilton Bonn

Beginn am 08.07.2019 um 9:30
Ende am 08.07.2019 um 17:00

Hilton Bonn

Beginn am 28.10.2019 um 9:30
Ende am 28.10.2019 um 17:00

Detaillierte Informationen zum Hotel und zur Anreise entnehmen Sie bitte dem jeweiligen Hotel-Link.

Übernachtungsmöglichkeiten:

Während unserer Veranstaltungen stehen Ihnen begrenzte Zimmerkontingente in der Regel bis vier Wochen vor Veranstaltungstermin zu unseren mit dem Hotel vereinbarten Sonderpreisen zur Verfügung (Keine Tiefstpreis-Garantie). Bitte beachten Sie, dass insbesondere bei kurzfristigen Buchungen diese Preise nicht immer gewährt werden können oder das Veranstaltungshotel sogar ausgebucht sein kann. Gerne informieren wir Sie über die aktuellen Konditionen:

Leonardo Royal Hotel Düsseldorf Königsallee

vom 02.04. bis 03.04.2019 Übernachtung inkl. Frühstück: 139,00 €/Nacht

Hilton Bonn

vom 07.07. bis 08.07.2019 Übernachtung inkl. Frühstück: 143,00 €/Nacht

Hilton Bonn

vom 27.10. bis 28.10.2019 Übernachtung inkl. Frühstück: 143,00 €/Nacht

Falls die Zimmerbuchung durch uns veranlasst werden soll, vermerken Sie Ihren Zimmerwunsch bitte bei Ihrer Anmeldung. Die Buchung erfolgt dann im Namen und auf Rechnung des jeweiligen Teilnehmers/Auftragsgebers.

Wir empfehlen Ihnen, eine Kreditkarte mit sich zu führen oder dem Hotel die Kostenübernahme durch Ihr Unternehmen im Vorfeld zu bestätigen.

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