RZ-Kopplung: Georedundanz für Rechenzentren


Termine und Veranstaltungsorte für 2016
09.11.16  in Berlin
 
Termine und Veranstaltungsorte für 2017
13.03.17  in Berlin
19.06.17  in Bonn

Preis
€ 1.090,-- netto

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Kurzbeschreibung
Die gestiegene Bedeutung von zentralen IT-Systemen für Unternehmen und gesetzliche Vorgaben erfordern geo-redundante Standorte von Rechenzentren. Für die Bereitstellung und den Betrieb der Rechenzentrums-Kopplung wird besonderes Know-how und strategische Planung benötigt. In diesem Seminar werden die aktuellsten Technologien und Anforderungen vorgestellt und ein optimales Gesamtkonzept beschrieben. »Inhalte ansehen...»

Zusatzinformationen
Zeiten: Die Veranstaltung beginnt um 9:30 und endet um 17:00 Uhr.
Report: Wir bieten Ihnen bei der Buchung dieses Seminars den Report Moderne WAN-Technologien zu einem Sonderpreis an.

Zielgruppe
Das Seminar wendet sich an Planer und Betreiber von Rechenzentren, die sich mit der Notwendigkeit konfrontiert sehen, ihre RZ-Infrastrukturen über mehrere Kilometer oder gar die Grenzen von Regionen hinweg zu koppeln. Grundlegende Kenntnisse über LAN- und SAN-Infrastrukturen werden dabei vorausgesetzt. Darauf aufbauend werden aktuelle Anforderungen und Technologien erläutert und in den Gesamtkontext einer RZ-Kopplung eingebettet. Anhand von Praxis-Beispielen aus dem Planungsalltag werden die technischen Details zusammen mit den Erfahrungen der Teilnehmer diskutiert.

In diesem Seminar lernen Sie

Anforderungen an die RZ-RZ-Kopplung und resultierende Vorgaben
 Welche Entfernung zwischen Rechenzentren ist erforderlich?
 Recovery Point Objective (RPO) und Recovery Time Objective (RTO)
 Tier-Klassifizierung

RZ-RZ-Kopplung auf der Basis der optischen Übertragungstechnik
 Reichweite und Übertragungseigenschaften optischer Medien
 (Dense) Wavelength Division Multiplexing: aktuelle Techniken für die effiziente
   Nutzung optischer Medien
 Aktuelle Produkte im DWDM-Bereich

Replikations- und Spiegelungsverfahren
 Konsistenz, Verfügbarkeit und Toleranz bei Netzunterbrechung:
   das CAP-Theorem und dessen Bedeutung für die Georedundanz
 Synchrone Replikation mittels Spiegelung: Vorteile und Grenzen
 Asynchrone Replikation
 Varianten der Auslegung redundanter Speichersysteme und ihrer Vernetzung

Cluster-Mechanismen
 High Availability und Fault Tolerance
 Nutzung von Virtualisierungstechniken
 Server-Cluster und ihre Grenzen

RZ-übergreifende LAN-to-LAN-Verbindungen
 Layer 2 versus Layer 3
 Spanning Tree versus Multi-Chassis Link Aggregation
 Shortest Path Bridging
 TRILL
 Proprietäre Fabric-Verfahren
 Layer 2 Overlays
 Location/ID Separation Protocol

Leitlinie redundanter RZ-Betrieb
 K-Fall-Vorsorge
 Differenzierung verschiedener Verfügbarkeitsklassen
 Differenzierung verschiedener Speicherklassen
 Externe Anbindungen redundanter Rechenzentren

Zum Inhalt
Verschiedene Risiken bedrohen die Verfügbarkeit von Rechenzentren. Spätestens seit der Katastrophe von Fukushima weiß man, dass ganze Regionen von einem Ausfallszenario betroffen sein können. Auch Situationen, in denen die Auswirkungen eines Ereignisses nicht so katastrophal ausfallen wie in Fukushima, können das Geschäft eines Unternehmens wesentlich beeinträchtigen, wenn das Rechenzentrum des Unternehmens davon betroffen ist. Dazu zählen Erdbeben, Flugzeugabstürze, Chemieunfälle, Terroranschläge oder Evakuierungen über mehrere Tage, zum Beispiel wegen einer Fliegerbombenentschärfung.

Deshalb gewinnt die Georedundanz in den Strategien von Unternehmen, Banken, Versicherungen, Behörden und anderen Organisationen eine zunehmende Rolle. Dabei geht es erstrangig darum, dass regionale Großereignisse die Arbeitsfähigkeit einer Organisation nicht wesentlich einschränken dürfen. Einige Unternehmen sind sogar aufgrund gesetzlicher oder anderer regulatorischer Vorschriften für die Schaffung von Georedundanz für ihre Rechenzentren verpflichtet. Diesbezüglich stellen das IT-Sicherheitsgesetz und die damit verbundenen Verordnungen an eine Reihe von Organisationen neue Anforderungen.

Georedundanz bedeutet die Ausweitung des RZ-Verbunds von möglicherweise bisherigen Gebäude- oder Campus-typischen Entfernungen in Dimensionen, die aufgrund physikalischer Gesetze den Betrieb der RZ-Systeme vor neue Herausforderungen stellen. Betragen Signallaufzeiten innerhalb eines Standorts im Mikrosekundenbereich, führt Georedundanz zu Latenzwerten in Höhe von Millisekunden. Diese Erhöhung der Signallaufzeiten um mehrere 10er Potenzen hat Auswirkung auf die Dauer von Transaktionen. Georedundanz bedeutet, dass Bewegungen von Daten im RZ-Verbund – sei es zwischen Servern oder Speichersystemen – ganz anders geplant werden müssen als an einem einzelnen RZ-Standort. Synchrone Replikationsverfahren stoßen an harte Grenzen physikalischer Gesetze. Asynchrone Verfahren gewinnen je nach Entfernung zwischen den Standorten an Bedeutung.

Auch das Betriebskonzept für das Rechenzentrum wird von der Georedundanz beeinflusst. Mit einem RZ an einem RZ-Standort muss man sich in der Regel keine Gedanken darüber machen, wo genau eine virtuelle Maschine zu einem bestimmten Zeitpunkt läuft. Auch ist es unerheblich, ob eine bestimmte Maßnahme in dem einen oder dem anderen RZ-Schrank durchzuführen ist. Mit Georedundanz und damit verbundenen langen Wegen bekommen solche Fragen zentrale Bedeutung im laufenden Betrieb und in Notfällen. Diese Fragen bestimmen zum Beispiel, ob ein redundanter RZ-Standort als reines Ausweich-RZ betrieben wird, das nur in Notfällen die Funktion des Hauptstandorts übernimmt, oder ob die Rechenzentren im Lastverteilungsmodus betrieben werden.

Die technischen und organisatorischen Herausforderungen der Georedundanz erfordern somit ein interdisziplinäres Herangehen an die Gesamtkonstellation aus Servern, Speichersystemen, Netzverbindungen, Sicherheitskomponenten, Virtualisierungsverfahren und Datensicherung.

     

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