IT-Kommunikation im Umfeld von Fertigung und Automation


Termine und Veranstaltungsorte für 2016
13.06.-14.06.16  in Bonn   Garantietermin
05.12.-06.12.16  in Bonn

Preis
€ 1.590,-- netto

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Kurzbeschreibung
Mit der aktuellen Technologie-Entwicklung stellt sich immer mehr die Frage, ob eine klare Trennung zwischen Büro und Fertigung in Zukunft noch erreichbar sein wird. Dieses Seminar analysiert wie Fertigungsnetzwerke auf diese Herausforderungen reagieren können und wie mit geeigneten Technologien Sicherheit, Leistung und Flexibilität gewährleistet werden kann. »Inhalte ansehen...»

Zusatzinformationen
Zeiten: Die Veranstaltung beginnt um 10:00 und endet um 15:00 Uhr.

Zielgruppe
IT-Architekten, IT-Planer und IT-Betreiber, die Netze aus Fertigung und Automation in ihre IT-Landschaft integrieren müssen, sowie Planer und Betreiber von Fertigungsnetzwerken

In diesem Seminar lernen Sie
Dieses Seminar stellt die Fragen:
 Wo stehen wir technologisch im Bereich Fertigungsnetze?
 Was wollen wir oder wozu werden wir gezwungen?
 Wie kann ein guter Weg in die Zukunft aussehen?

Zum Inhalt
Netze in Fertigung und Automation unterscheiden sich von Büronetzen. In Fertigungsnetzen werden eine hohe Verfügbarkeit, die Vermeidung unnötiger Bedrohungen und trotzdem hohe Flexibilität erwartet. Mit der aktuellen Technologie-Entwicklung stellt sich aber immer mehr die Frage, ob eine klare Trennung zwischen Büro und Fertigung / Automation in Zukunft erreichbar sein wird. Es stellt sich auch die Frage, ob wir nicht über genügend leistungsfähige Architekturen und Werkzeuge verfügen, um einen Grad an Schutz und Kontrolle zu etablieren, der die Kombination aus Sicherheit, Leistung und Flexibilität möglich macht.

Während über Konzepte wie Internet of Things (IoT) und Smart Home überwiegend visionär gesprochen wird, haben produzierende Unternehmen schon seit Jahren eine stark steigende Anzahl von Geräten in ihren Industrienetzen. Insofern ist für diese Firmen die Industrie 4.0, d.h. die vierte industrielle Revolution, kein Bruch mit dem Bisherigen, sondern die konsequente Fortsetzung der dritten industriellen Revolution, nämlich der Automatisierung.

Der explosionsartige Anstieg der Zahl der Geräte in der Fertigung stellt die IT-Infrastruktur in den Hallen und im Campus vor nie dagewesene Herausforderungen. Das Netzkonzept muss in vieler Hinsicht an die neue Situation angepasst werden:

• Die steigende Anschlussdichte stellt traditionelle Verkabelungskonzepte in der Halle
   infrage. Die alte Frage „Lichtwellenleiter oder Kupfer“ stellt sich neu. Mit dieser
   Frage sind andere verbunden, wie zum Beispiel das Verteilerkonzept, schließlich ist
   für abgeschottete Räume mit Klimatisierung, Zugangskontrolle, etc. in Hallen kein
   Platz. Auch damit verbunden ist die Auswahl der Netzkomponenten. 
   Sind Standardkomponenten für den industriellen Einsatz ungeeignet? Welche
   Anforderungen bestehen an Netzkomponenten für die IT in der Industrie? Wie sieht
   eine optimale Mischung von Standardkomponenten und Industrieswitches aus?
   Welche Netzkonzepte und speziell Redundanzkonzepte werden in der Fertigung und
   Automation eingesetzt und wie werden diese Netze an die Standard-IT eines
   Unternehmens angebunden? Wie unterscheiden sich Betriebsprozesse für Netzwerke
   und Endgeräte in der industriellen IT?

• Immer mehr IP-Adressen werden gebraucht. Für die größten weltweit agierenden
   Industrieunternehmen reicht der vorgesehene Vorrat an privaten IPv4-Adressen nicht
   mehr. Network Address Translation (NAT) im internen Netz behindert viele Anwendungen.
  Auf der anderen Seite sind viele Lieferanten von Automatisierungssystemen
   noch nicht so weit, dass ihre Geräte über IPv6 statt IPv4 kommunizieren könnten.
   Die Industrieunternehmen brauchen zweierlei: einerseits die schnelle Lösung der jetzigen 
   Probleme mit dem IP-Adresskonzept und andererseits den klaren Ausblick auf eine
   dauerhafte Lösung mit IPv6. Letzteres bedeutet fraglos eine Bringschuld seitens der
   Anbieter von Automatisierungslösungen. Wie unterscheiden sich IP-Konzepte in
   Fertigung und Automation von der Office-IT? Welche Anforderungen werden an den
   Einsatz von IPv6 gestellt?

• Stuxnet und andere Angriffe auf Anlagen haben eindrucksvoll die Verwundbarkeit
   moderner Anlagen bewiesen. Welche Gefährdungen bestehen für IT-Systeme in
   Fertigung und Automation und wie sind die Risiken eines Sicherheitsvorfalls zu
   bewerten? Welche Maßnahmen müssen in Sicherheitskonzepten für die industrielle
   IT berücksichtigt werden und gibt es hierzu inzwischen spezifische Standards?
   Wie muss mit PCs mit Windows-Betriebssystemen im Anlagenbereich umgegangen
   werden? Welche Mittel gibt es, vorhandene nicht patchbare PCs und PCs ohne 
   Virenschutz in Anlagen abzusichern? Wie können Anlagen besser gegen zielgerichtete
   Angriffe geschützt werden?

• Eine wesentliche Sicherheitsmaßnahme für Netzwerke in der Fertigung und Automation
   stellen Zonenkonzepte dar, die dafür sorgen, dass zumindest kritische Anlagen auf Ebene
   des Netzwerks von anderen Systemen getrennt werden und die Kommunikation für
   diese Systeme über Sicherheits-Gateways kontrolliert wird. Hier wird immer wieder
   diskutiert, wie das passende Zonenkonzept für Industrieunternehmen aussehen soll.
   Nicht alle Unternehmen setzen auf die konsequente Bildung separater Sicherheitszonen
   für die Fertigung. Ist eine solche Trennung unumgänglich und wird dies in anerkannten
   Standards gefordert? Wenn ja, stellt sich die Frage nach den Details eines
   Zonenkonzeptes. Können funktional abgeschlossene Einheiten zum Beispiel in einer Halle
   einer Zone zugeordnet werden? Können Anlagen dediziert durch Sicherheits-Gateways
   geschützt werden und welche Produkte gibt es hier?

• Die sichere Administration von Systemen in der Fertigung ist eine immer wiederkehrende
   Herausforderung. Die Gestaltung der Sicherheit für den administrativen Zugriff muss nicht
   nur internes, sondern vor allem auch externes Personal berücksichtigen. Gerade in der
   Automatisierung werden viele Systeme von externen Technikern gewartet.
   Welche Techniken können hier eingesetzt werden? Wie können unberechtigte Zugriffe
   verhindert werden?

• Handscanner und „WLAN-Schrauber“ begegnen einem schon lange in der Fertigung.
   Aber auch innovative Endgeräte wie Smartphones und Tablets finden Einzug in die
   Fertigungsnetze. Wie ist mit diesen Geräten umzugehen? Wie sieht das zugehörige
   Sicherheitskonzept dafür aus? Wie werden diese Geräte vernetzt?

• Wireless LAN ist seit Jahren ein wichtiger Bestandteil von Fertigung und Automation.
   Mittlerweile liegen viele Erfahrungen bei der WLAN-Gestaltung in Fabrikhallen vor.
   Störeinflüsse von anderen Geräten beeinträchtigen hin und wieder die industriellen
   WLANs. Wie sind solchen Störungen zu minimieren? Welches WLAN-Design gilt als
   zuverlässig und robust genug, um auch in der Halle zum Einsatz zu kommen? Welche
   Frequenzen sollen für welche Anwendungen genutzt werden? Wie bekommt man die
   optimale Ausleuchtung einer Halle am besten hin?

• Ausfälle in der Fertigung kosten messbar Geld – viel Geld. Und wenn doch einmal
   eine Störung auftritt, muss alles ganz schnell gehen. Wer trägt die Betreiberverantwortung
   für welche Komponenten? Welche Tools braucht man für Betrieb und Fehlersuche in
   einer Fertigungsumgebung? Wie ist die passende Arbeitsteilung dazu? Wer muss zu
   welchen Themen geschult werden? Braucht man Experten im Schichtbetrieb oder reicht
   eine Bereitschaftsregelung aus?

• Mit der Industrie 4.0 kommen neue IT-Techniken in die Fertigung und Automation und
   die industrielle IT wird sich dem Internet immer stärker öffnen. Cloud Computing zur
   Auslagerung insbesondere rechenintensiver Aufgaben, Big Data zur Optimierung von
   Fertigungs- und Logistik-Prozessen, Augmented Reality für eine schnellere
   Störungsbehandlung und das Internet of Things sind Beispiele. Kernfragen liegen hier
   insbesondere in der Informationssicherheit. Wie kann z.B. eine sichere Internet-Anbindung
   der Systeme in der Industrie 4.0 erfolgen? Gibt es hier schon Forschungs- und
   Entwicklungsprojekte?

Diese und weitere Fragen im Zusammenhang mit der IT-Kommunikation im Umfeld von Fertigung und Automation werden unsere Experten mit langjähriger Praxis in der Beratung von Industrieunternehmen auf dieser Veranstaltung mit Ihnen diskutieren.

     

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