Referenten
Dipl.-Inform. Oliver Flüs
Dipl.-Inform. Andreas Meder
Kosten:
€ 2.290,-- zzgl. MwSt.
Zeiten: Die Veranstaltung beginnt um 10:00 Uhr und endet am letzten Tag um 14:00 Uhr.
Kurzbeschreibung
LAN-, WLAN- und WAN-Netzwerke sind heutzutage IP-Netze, und ein Verzicht auf Nutzung des IP-basierten Internet undenkbar. Auch für früher nur mit herstellerspezifischen Protokollen in Verbindung gebrachte Anwendungsgebiete wie Telefonie oder Produktionsumgebungen gibt es mittlerweile geeignete IP-basierte Lösungen. Hersteller und Dienstanbieter versuchen den Eindruck zu vermitteln, die Nutzung sei kinderleicht, fast schon plug and play - man trägt ein paar Adressen ein (wenn überhaupt), und es kann losgehen. Falsch!
In diesem Seminar lernen Sie
die Grundmechanismen der Paketübertragung in IP-Netzen wirklich verstehen, „auf Bit-Ebene“
was hinter den einzelnen Konfigurationsparametern steckt und wie sie sich auswirken
alle in der Praxis wichtigen IP-basierten Dienste einzuordnen, gezielt zu verwenden und im Detail zu gestalten
die für eine zukunftssichere Adresskonzeption zu beachtenden Aspekte einzuschätzen
wie man praxistaugliche IP-basierte Netzen plant und betreibt - durch Verständnis der praxisrelevanten
Detailaspekte von Protokollen und Mechanismen
die Sicherheitsproblematik rund um TCP/IP verstehen - systematisch für Übertragungsmechanismen,
Hilfsprotokolle, typische Basisdienste und Web-Technologie
den Werkzeugkasten der IT-Security zur TCP/IP-Protokollsuite im Überblick kennen und verstehen
typische Antworten auf die hohen Performance-Anforderungen moderner IP-basierter Anwendungsformen
(Verwendung von IP-QoS, VoIP und zugehörige Detailaspekte)
wie moderne Mobilitätsanforderungen in IP-Netzen entsprochen werden kann
wie die Zukunft der IP-Protokolle und -Netze aussieht (Einblick in IPv6)
IP-basiertes Management verstehen - Protokolle und typische Werkzeuge.
Zum Inhalt
IP-Netze können nur dann ihr Potenzial auch ausspielen, wenn sie zu den Anwendungen passen. Vorausschauende Adresskonzeption schützt vor Adressknappheit, gezielte Auswahl aus möglichen IP-Netzstrukturen sowie bedarfsgerechte Auswahl und Konfiguration von Funktionalitäten der IP-Komponenten sorgt dafür, dass Anwendungen im Netzwerk optimal funktionieren können. Die Kür: effizientes Management von IP-Netzen, optimale Verfügbarkeit, Performance-Tuning an Netzkomponenten und IP-Software auf den Rechnern, kompetente Behandlung des hochaktuellen Themas IT-Security. Da müssen sich alle auskennen und optimal zusammenarbeiten - interner Netzbetreiber, Endgeräte- und Serverbetreiber, Anwendungsbetreuer und externe Anbieter von IP-Netzen und IT-Services.
Einführung / Kommunikation mit TCP/IP
DoD-Modell / "Schichtenkommunikation"
Protokollfamilie
Historie
Gremien / Standardisierung (Wer ist zuständig? Wie entstehen die Standards)
Layer 2-Netze als Basis für IP-Kommunikation
Einfluss auf TCP/IP-Kommunikation
Komponententypen in IP-Netzen
Broadcast-Domänen, Notwendigkeit zur Strukturierung von IP-Netzen
L2-Multicasts
IP-Adressierung
IPv4-Adressen (Unicast, Broadcast, Multicast)
Nutzungsbereich der Adressen (registrierte/ private / reservierte Adressen)
Wo kommen Adressen her?
Typische Konstellationen
IPV4-Protokoll
Paketaufbau
Welche Felder sind wichtig?
Diese Felder "lesen" können
Fragmentierung
Routing (erster Einblick)
IPv4-Hilfsprotokolle
ARP (Funktionsweise/ typische Timer, wichtige Fälle in der Praxis, Proxy ARP, Gratuitous ARP)
ICMP
unicast-Routing in IP-Netzen
Grundlagen - verschiedene Ebenen des Routing
EGP vs. IGP
"Autonome Systeme"
Bedeutung für heutige Praxis
Classless routing
Distance vector protocol / RIP
Link state protocol / OSPF, summarized routes
Transport-Ebene
Adressierung: Ports
TCP
Protokoll-Grundlagen / Paketaufbau
Verbindungsaufbau / -abbau
Flusskontrolle (Parameter, Bewertung des klassischen Ansatzes
aus Sicht moderner Netze)
Dienste und Applikationen I
File Dienste (FTP, SSH)
Terminaldienste (TELNET, SSH)
E-Mail + Nachrichtenaustausch
Web-Lösungen: Begriffe, Protokolle
Namensdienste
(D)DNS
NBNS
Zusatzmechanismen, die "das Leben erleichtern"
bzw. Probleme lösen
DHCP
Zeitsynchronisation über NTP
TCP/IP und Sicherheit
IP-VPNs, Tunneling
NAT und Access Control Listen
Protokolle und Risiken
Native IP-Protokolle und Dienste und ihre Schwachstellen
Typische Angriffsformen auf TCP/IP-Protokolle
TCP/IP und Performance-Fragen
TCP-Optionen und neueste Optimierungsansätze
QoS
MPLS und IP
IEEE 802.1Q und IP
Diffserv und CoS/ToS
RSVP
Dienste und Applikationen II: Voice und Video over IP
Typische Phasen bei einem Telefongespräch
"Beispielablauf" einer Sitzung
SDP
SIP (wichtige Begriffe, Phasen, Messages: Format, wichtige Nachrichtentypen/ Status)
Anforderungen von VoIP-Lösungen an IP-Infastruktur (QoS und VoIP, delay, Verfügbarkeit bestimmter Dienste)
RTP/ RTCP
Video: Multicast oder Unicast?!
Videokonferenzen aus Sicht von TCP/IP
IP-Multicasts
Zweck
Formen von IP-Broadcasts/ Multicasts und ihr Wirkbereich
Wozu IGMP?
IGMPv1 - v3
Wozu Multicast-Routing
Multicast-Routing: Ansätze und Begriffe
Multicast-Routing am Beispiel DVMRP
PIM
Mobility
(Absehbare) Anforderungen an Mobilität, Ausblick: IEEE 802.21
Mobile IP
Derivate von Mobile IP
IP und WLAN (Problematik, große WLAN-Broadcast-Domänen, Tunneling-Lösungen
über WLAN-Controller, …)
IPv6
Grundlagen / Motivation
Adressierung
Wichtige Basisprotokolle
Routing / Anwendungsprotokolle
Sicherheit und IPv6
Kann man sich vorbereiten?
Worauf wird (mind.) zu achten sein bei Migrationsvorhaben?
Stand der Dinge
Management und Fehlersuche
SNMP: Grundlagen
SNMPv1 - v3
Typische Einsatzszenarien
Pflichtbeiträge durch den Netzbetreiber zur Einrichtung von SNMP-Mgmt.
Troubleshooting- Hilfsmittel im Zshng. mit TCP/IP